So dachte ich mir spontan am Donnerstag Morgen: Gehst du mal auf einen Berg. Da ist die Luft ja auch was besser. Kannst du mal wieder ordentlich durchatmen. Dir den Kopf durchblasen lassen.
43 andere dachten sich das auch. Manche wollten Gott näher sein, andere einfach nur dem wochenendlichen Wahn in Mexico City entkommen.
Um diese Grenzerfahrung zu intensivieren, wird zu Beginn erstmal die Seele aufgeräumt. Auf eine Tür aus Papier soll ich meine Wünsche und Ängste schreiben. Bei sowas fallen mir meist ziemlich große Worte ein. Ganz einfach auszusprechen, aber unmöglich woanders zu finden, als bei sich selbst. Vielleicht aber hier oben.
Danach setzen alle weisse Masken auf und befreien ihr Gegenüber von Lügen und Last. In diesem Moment frage ich mich, ob ich etwas im Programm überlesen habe, und denke dabei noch einmal kurz über meine Ängste-Tür nach.
Nach dem Abendessen bekommen wir einen Stapel Holz in die Hand gedrückt. Mit Hamburgern und Pommes im Bauch sitzen wir vor dem Kamin und versuchen die Kälte zu ignorieren. Um 12Uhr und unter drei Decken schliessen wir die Augen.
3.30Uhr. Piep piep. Piep Piep. Meine Nase ist eiskalt. Nur keine Wärme verlieren.
Mit Lampen in der Hand und eingepackt in dicke Jacken erklimmen wir um 4Uhr morgens la Malinche.4461 Meter hoch, wir starten auf 3000. Die Luft ist frisch. Ich atme durch.
Der Aufstieg beginnt recht leicht. Steinige Pfade führen durch den Wald. Wir laufen im Zick Zack. Zunehmend wird es steiler. Als die Sonne aufgeht, müssen auch die Hände mitarbeiten. Auf halber Strecke peitscht uns der Wind entgegen. Die Beine werden schwer, aber das Ausblick lässt vergessen.

Der Aufstieg beginnt recht leicht. Steinige Pfade führen durch den Wald. Wir laufen im Zick Zack. Zunehmend wird es steiler. Als die Sonne aufgeht, müssen auch die Hände mitarbeiten. Auf halber Strecke peitscht uns der Wind entgegen. Die Beine werden schwer, aber das Ausblick lässt vergessen.
Das letzte Drittel lässt sich nur auf Händen und Füßen bewältigen. Angesichts des Windes und der losen Steine muss ich ab und zu meine nassen Hände an meiner Jacke abwischen. Kraft und Ehrgeiz verlassen mich aber nicht. Nach 6 Stunden stehe ich auf dem Gipfel. Und. Schande! Ich hab die Fahne vergessen.
Schnell wieder runter.
Der Abstieg dauert knapp 5 Stunden. Wir schlittern, rutschen, fallen und kommen am späten Nachmittag ausgehungert am Tacorestaurant an. Einmal alles bitte.
Hallo Süße!
AntwortenLöschenBin gerade zufällig mal wieder auf deinen Blog gestoßen und ich bin begeistert! Vor allem WIE du schreibst, der Wahnsinn!
Eigentlich sollte ich jetzt schon 10 Seiten von so einem blöden Journal über Culinary Tourism gelesen haben, aber das hier ist einfach viel interessanter und liest sich runter wie nix:-)!
Hoffe, dir geht's gut & bis bald!
Drück dich, Anja