Dienstag, 27. Juli 2010

Perro de colores - Parte uno

Es ist kein Blick. Es ist kein kurzes Hinschauen. Es ist Starren. Als hätte man seinem Pudel den Kopf pink gefärbt und ihn in ein rosa Tütü gesteckt. Ungefähr so fühlt sich das an, wenn man durch Mexikos Straßen läuft. In der U-Bahn sitzt. Im Supermarkt Toilettenpapier kauft. Wie ein rosa Pudel. Und dieses Starren macht keinen Halt vor Alter, oder Geschlecht. Nein. Durch die Reihe werden ich und mein Reisepartner und blonder Exot Patrick von oben bis unten gemustert, aus und wieder angezogen. Und irgendwie gefunden. Ja, wie finden die uns eigentlich?

Als ich am Montag abend das Unigelände verlasse, ist mein Kopf knallrot. Und das passiert immer dann, wenn er ne Menge arbeiten muss.

Der Tag an der Uni beginnt mit einer Vorstellungsrunde. Oder eher einem -marathon. Geradeaus in wirre Wortsalate und Fragezeichen, die aus Mündern in Gesichter springen und wieder zurück. Die meisten Austauschstudenten kommen aus Frankreich, dicht gefolgt von den Mexikanern selbst, ein paar Koreaner, eine Holländerin und wir zwei Deutschen. Spätestens nachdem wir die Vorstellungsrunde vor der ganzen Gruppe stotternd überstanden hatten, dürfen wir ganz offiziell Sonderstatus geniessen. Los Aléman! Haha. Nackte Finger zeigen auf uns. Für die nochmal auf Englisch.

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